Grundlagen

Gesellschaftsrechtliche Grundlagen

Steuerrechtliche Grundlagen

Gesetzliche Grundlagen

Historie

  • Der Bundesgesetzgeber hat mit dem Steuerharmonisierungsgesetz (StHG)1den Rahmen für die Ausgestaltung des „Holdingstatus“ gesetzt. Der steuerliche Vorteil liegt darin, dass Holdinggesellschaften
    • von der kantonalen Gewinnsteuer befreit sind und
    • lediglich eine privilegierte Kapitalsteuer entrichten.
  • Dieses Besteuerungssystem soll vermeiden, dass Gewinne und Kapital – wie im klassischen Schweizer Steuersystem üblich – drei2– und mehrfach mit Steuern belastet wird.

Gegenwärtiger Steuerwettbewerb

Da Holdinggesellschaften aufgrund des StHG von der Gewinnsteuer in allen Kantonen befreit sind, findet der Steuerwettbewerb bei den Steuersätzen der Kapitalsteuer statt3.


1 Art. 28 Abs. 2 StHG:
Kapitalgesellschaften und Genossenschaften, deren statutarischer Zweck zur Hauptsache in der dauernden Verwaltung von Beteiligungen besteht und die in der Schweiz keine Geschäftstätigkeit ausüben, entrichten auf dem Reingewinn keine Steuer, sofern die Beteiligungen oder die Erträge aus den Beteiligungen längerfristig mindestens zwei Drittel der gesamten Aktiven oder Erträge ausmachen. Erträge aus schweizerischem Grundeigentum solcher Gesellschaften und Genossenschaften werden zum ordentlichen Tarif besteuert. Dabei werden die einer üblichen hypothekarischen Belastung entsprechenden Abzüge gewährt.“

2 d.h. bei der Tochtergesellschaft, bei der Muttergesellschaft bzw. Holding und noch beim Aktionär der Holdinggesellschaft.

3 Damit stellt sich nicht nur für ausländische Unternehmen oder Unternehmer, die sich in der Schweiz ansiedeln wollen, sondern auch für Schweizer oder in der Schweiz ansässige Personen mit gewinn- und substanzstarken ordentlich besteuerten Gesellschaften die Frage, ob sie eine Holdingstruktur einführen sollen.

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